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środa, 7 grudnia 2011

Piotr Napierała - Hessen-Darmstadt im 18. Jahrhundert. Grosse Regenten des kleinen Staates



Piotr Napierała, Hesja-Darmstadt w XVIII stuleciu. Wielcy władcy małego państwa, Wydawnictwo Naukowe UAM, Poznań 2009. ISBN 978-83-232-2007-7

HESSEN-DARMSTADT IM 18. JAHRHUNDERT GROßE REGENTEN DES KLEINEN STAATES

Zusammenfassung

Siehe auch:


Die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt existierte von 1567 bis 1918 (ab 1806 als das Großfürstentum Hessen). Im 18. Jahrhundert begann für diesen kleinen Staat (1802 betrug die Fläche des Landes 100 Quadratmeilen und 1770 hatte Hessen-Darmstadt etwa 140.000 Einwohner) eine Blütezeit.

Der Landgraf Ernst Ludwig, der 1688 die Regierungsgewalt in Hessen-Darmstadt übernahm, orientierte sich an Frankreich und dessen König Ludwig XIV., der als Vorbild eines absolutistischen Herrschers galt. Von diesen Idealen geleitet, kam Ernst Ludwig auf die Idee, Darmstadt umzubauen. Der Landgraf bemühte sich seit 1711 darum, den renommierten französischen Architekten Louis Rémy de la Fosse (1659-1726), der bereits für den Kurfürsten von Hannover gearbeitet hat, nach Darmstadt herbeizuholen. In Darmstadt hat de la Fosse das 1715 verbrannte Schloss im Hochbarockstil wiederaufgebaut. Um sich das Geld zu weiteren restauratorischen Zwecken zu verschaffen, begann Ernst Ludwig diesbezüglich mit den Landständen zu verhandeln, die ihm schließlich 300.000 Gulden versprachen, wobei diese Mittel innerhalb von sieben Jahren abzuheben waren. Nach 1722 wurde deutlich, dass das vorgenommene Projekt nur teilweise hätte realisiert werden können. Bei anderen Bauwerken hat Ernst Ludwig mehr Glück gehabt, was heutzutage die prachtvolle, in den Jahren 1716-1721 erbaute Orangerie bezeugt. Sie ist im heutigen Stadtbezirk Bessungen gelegen, der erst 1888 an Darmstadt angeschlossen wurde.

Der Landgraf Ernst Ludwig interessierte sich auch für andere Künste. Im Jahre 1709 hat er Christoph Graupner (1683-1760) als Kapellmeister eingestellt. Graupner war einer der größten deutschen Komponisten des Hochbarocks. Darüber hinaus verband ihn mit Händel und Telemann eine tiefe Freundschaft.

Ernst Ludwig hatte die Gabe, nicht nur talentierte Baumeister und Komponisten anzustellen, sondern auch begabte Minister wie: den Staatskanzler Wilhelm Ludwig von Maskowsky (1675-1731), den Geheimrat Leopold Persius von Lindorf († 1721) und Christian Eberhard von Kameytsky († 1726) in Dienst zu nehmen.

Der jüngere Bruder Ernst Ludwigs dagegen, der Prinz Georg von Hessen-Darmstadt (1669-1705) eroberte als kaiserlicher und hessischer General 1704 die Festung Gibraltar für Großbritannien.

Ludwig VIII. (1739-1768) folgte seinem Vater Ernst Ludwig auf den Thron. Er wurde als Jagdlandgraf oder Jäger–Landgraf bezeichnet, was aus seinem Hobby resultierte. Ludwig VIII. setzte seine Truppen zweimal (1741-1748, 1756-1763) auf der Seite des Kaisers ein und blieb ihm sein ganzes Leben lang treu. In der Schlacht bei Roßbach (5. November 1757) war das Darmstädter Regiment das einzige, das nicht in Panik geraten war.

Der Landgraf Ludwig IX. (1768-1790) war dafür bekannt, dass er als Soldaten-Landgraf sein Leibregiment nach dem Vorbild des preußischen König Friedrichs II. scharf exerzieren ließ. Es ist zu bemerken, dass der Alte Fritz Verbündeter des Landgrafen war.

Unter der Regierung Ludwigs IX. wurde Darmstadt zum Zentrum der deutschen Aufklärung, das von solchen literarischen Größen wie Wieland, Gleim, Goethe und Herder besucht worden war.

Der Landgraf Ludwig X. (1790-1830), dem 1806 der Titel des Großfürsten zuteil wurde, unterstützte Napoleon Bonaparte, so wie seine Vorgänger dem Kaiser und dem preußischen König Treue hielten. Im Gegensatz zu den sächsischen Truppen hat die Armee Ludwigs X. Napoleon nicht verraten (die Völkerschlacht bei Leipzig vom 16. bis zum 19. Oktober 1813), sondern zusammen mit den Franzosen kapituliert.

Aus dem Grund, dass Hessen-Darmstadt mit vernünftigen Regenten gesegnet war, hielt ich für unentbehrlich, eine Monographie in polnischer Sprache zu verfassen, die die Leser mit der Problematik der Regierungsführung in Hessen-Darmstadt im 18. Jahrhundert vertraut machen würde.

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