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środa, 7 grudnia 2011

Sachsens Glanz und Preussens Gloria

Die historische Bedeutung des Werks La Saxe Galant, das von jeher die Basis für die Biografen des polnischen Königs August II. bildet ist fraglich. Wir sind uns nicht sicher, ob der preußische Hofmann Pöllnitz August II. rühmen oder kritisieren wollte. Es steht außer Frage, dass Pöllnitz sein Werk erst ein Jahr nach dem Tod August des Starken veröffentlichen ließ. Im 19. Jahrhundert dagegen wurde der polnische Herrscher August II. beispielsweise von Józef Ignacy Kraszewski literarisch scharf angegriffen, wobei folgende Tatsache bekannt ist, dass August II. für seine Zeitgenossen als galanter Eroberer der weiblichen Herzen nachzuahmen war. Darüber hinaus sollte bemerkt werden, dass der Lebensstil des preußischen Autors und des Königs sehr ähnlich aussahen.



Das andere problem ist, dass die preussischen Historiker bereits im ausgehendem achtzehnten Jahrhundert (Georg Förster, August Schlözer) die ganze deutsche Geschichtswissenschaft dominierten, genauso wie Preussen dominierte politisch das Deutsche Reich nach dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763). Diese aufgeklärte Geschichtswissenschaftler verfolgten das Ziel, die Glorie Friedrichs II von Preussen zu festigen. Es gab kein Platz dafür, andere deutsche Herrscher zu feiern besonders wenn diese Herrscher Rivalen Preussens waren. Diese preußische Dominanz endete sich erst im 20. Jh. Wir müssen dessen Bewusst sein dass nicht mehr existierende Staat Kurfürstentum Sachsen kann heute keine Verteidiger treffen und Geschichtswissenschaft auch ein Kampffeld ist.
Ganz anders wie sein Vorgänger Jan III Sobieski, kannte August II nicht nur kämpfen, sondern auch politische Pläne bereiten. Aber für polnische Historikern des nationalistischen 19. Jahrhunderts hatte er ein großes Nachteil: er war Deutsche. Sobieski, dagegen, ständig in Polen gelobt wird, obwohl die taktischen Kenntnisse seine einzige Vorzüge waren. Er mochte die Politik nicht und konnte sich darin nicht aus, deswegen musste seine Frau die berühmte Französin Marie („Marysieńka”) viele Aufgaben übernehmen, jedoch mit bescheidenen Effekt.



Durch die späteren Forschungen der heutigen polnischen Historiker wie Jacek Staszewski, Kazimierz Bartkiewicz, Kazimierz Maliszewski und Marian Drozdowski ist die positive Aspekte der Wettiner wieder bemerkbar. Jacek Staszewski war und ist der Meinung, dass August II. viel für politische Verstärkung Polens tun können hätte, falls er aus dem Nordischen Krieg (1700-1721) als Sieger hervorgegangen wäre. Während seines letzten Besuch zur Historischen Institut des UAM hat Jacek Staszewski (am ende des Jahres 2007) festgestellt, dass sogar die Wettiner uns von der Teilungen Polens nicht verhüten könnten, aber dass war natürlich nicht die Sorge Augusts des Starken, der schon 1733 starb.
Die Angelegenheit des Hochverrats, den die berühmte Gräfin Cosel hätte begehen sollen, bildet eine Schnittstelle zwischen mehreren literarischen Bilder und der Geschichtswissenschaft. Anna Konstanze von Brockdorf (1680-1765) wurde literarisch als eine Schönheit ausgemalt, die von einem Despoten verletzt wurde. In diesem Fall haben wir eher mit einem polnischen Mythos von Kraszewski als mit einem deutschen Bild zu tun. Diese Holsteinerin fühlte sich mit dem Kurfürstentum Sachsen bestimmt nicht verbunden. Sie identifizierte sich nicht mit den kursächsischen Interessen und aus diesem Grund konnte sie feststellen, dass Polen einen Polen und nicht einen Sachsen zum polnischen König hätten wählen sollen. Anna Konstanze hatte sicherlich ein heuchlerisches Wesen, denn sie wurde dem König August II. von der Koterie der Familie Flemming vorgestellt, gegen die sie sich später wendete. Sie kümmerte sich nicht um die finanzielle Situation Sachsens und so können wir vermuten, dass sie eine preußische Spionin hätte werden können, als das Geld August des Starken erschöpft war und keine Geschenke mehr von ihm kamen.

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